Zehn Monate sind vorbei. Und dieser Oktober hat mir einmal mehr gezeigt, dass sich Erfolg nicht immer an dem messen lässt, was bereits abgeschlossen ist. Manchmal liegt der Erfolg darin, etwas auf den Weg gebracht zu haben, dessen Wirkung wir erst Wochen oder Monate später realisieren werden.
Der Oktober war ein solcher Monat. Dienstlich geprägt von einer ausgesprochen gelungenen Tagung, zahlreichen zielführenden Gesprächen und dem erfolgreichen Abschluss einer intensiven Reservedienstleistung. Beruflich haben sich Schritt für Schritt interessante Perspektiven eröffnet, über die ich heute noch nicht sprechen möchte. Ehrenamtlich konnten wir für meine Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. neue Mitglieder gewinnen, spannende Einblicke in die Bundeswehr erhalten und mit dem Defence Transformation Forum ein Projekt weiterentwickeln, das zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Und privat? Da gab es Geburtstage, gemeinsame Familienzeit in Berlin und die wohltuende Erkenntnis, dass die schönsten Momente manchmal gerade diejenigen sind, in denen man keinen Termin wahrnehmen muss.
Ein Monat voller Begegnungen, Fortschritte und neuer Perspektiven.
Vor allem aber ein Monat, der mir gezeigt hat, wie viel entstehen kann, wenn aus guten Gesprächen konkrete Vorhaben werden.
Meine Erfolge des zehnten Kapitels 2026
Beruflich / Dienstlich
Dienstlich stand der Oktober ganz im Zeichen erfolgreicher Zusammenarbeit und vorausschauender Planung für 2027. Besonders in Erinnerung bleiben wird mir die Tagung der Obersten der Reserve der Luftwaffe. Es war eine ausgesprochen gelungene Veranstaltung, die nicht nur Gelegenheit zum persönlichen Austausch bot, sondern auch deutlich machte, welche Bedeutung erfahrene und engagierte Reservisten für die Weiterentwicklung unserer Streitkräfte haben. Die Verbindung aus militärischer Erfahrung, zivilberuflicher Kompetenz und persönlicher Verantwortung macht die Reserve zu einem besonderen Instrument unserer Verteidigungsfähigkeit. Die Gespräche haben erneut unterstrichen, dass Reservisten weit mehr sein können als eine personelle Ergänzung der aktiven Truppe. Sie bringen Perspektiven, Netzwerke und Fähigkeiten ein, die angesichts der sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit von erheblichem Wert sind.
Auch die letzten Wochen meiner Reservedienstleistung waren von zahlreichen erfolgreichen Gesprächen und Meetings geprägt. Dabei ging es nicht darum, möglichst viele Termine zu absolvieren, sondern gemeinsam konkrete Ergebnisse zu erzielen. Besonders erfreulich ist für mich, dass wir verschiedene Projekte bereits jetzt für die kommenden beiden Monate, teilweise bereits bis weit in 2027 strukturiert und mit klaren Arbeitsschritten und konkreten Zielsetzungen durchgeplant haben. So kann aus dem, was im Oktober vorbereitet wurde, im November und Dezember tatsächlicher Fortschritt entstehen, mit dem wir dann ins Jahr 2027 starten können.
Man darf nicht nur auf aktuelle Herausforderungen reagieren, sondern muss Voraussetzungen dafür schaffen, dass auch morgen und übermorgen erfolgreich gearbeitet werden kann.
Beruflich war der Oktober ebenfalls ausgesprochen interessant. Mehrere zielführende Besprechungen haben Perspektiven eröffnet, von denen ich überzeugt bin, dass sie mich in den kommenden Monaten weiterbringen können. Noch ist es noch zu früh, darüber öffentlich zu sprechen. Manche Entwicklungen brauchen zunächst Vertrauen, Verbindlichkeit und die notwendige Zeit, um zu reifen.
Ich habe im Laufe meines Berufslebens gelernt, dass nicht jedes gute Gespräch unmittelbar eine Nachricht wert ist. Entscheidend ist vielmehr, ob daraus etwas Tragfähiges entsteht. Und genau dafür wurden in diesem Oktober einige vielversprechende Grundlagen geschaffen.
In Vereinen
Auch ehrenamtlich war der Oktober ein ausgesprochen erfreulicher Monat. Ein besonderes Erlebnis war unser Besuch bei den Spezialpionieren in Husum. Die Einblicke in Auftrag, Fähigkeiten und Arbeitsweise dieser Soldatinnen und Soldaten haben eindrucksvoll verdeutlicht, wie viel spezialisierte Kompetenz, Professionalität und Engagement hinter militärischen Fähigkeiten stehen, die in der öffentlichen Wahrnehmung häufig zu wenig Beachtung finden. Solche Begegnungen sind für unsere sicherheitspolitische Bildungsarbeit besonders wertvoll, weil sie abstrakte Fragen der Verteidigungsfähigkeit mit den Menschen verbinden, die diese Fähigkeiten tatsächlich bereitstellen.
Ebenso erfreulich ist die weitere Entwicklung unserer Hamburger Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V.. Wir konnten erneut Mitglieder gewinnen und damit unsere Gemeinschaft weiter stärken. Das ist für mich keineswegs selbstverständlich. Hinter jeder neuen Mitgliedschaft steht ein Mensch, der bereit ist, sich intensiver mit sicherheitspolitischen Fragen auseinanderzusetzen und unsere Arbeit zu unterstützen. Mitgliedergewinnung ist dabei kein Selbstzweck. Sie schafft die Grundlage dafür, dass wir mehr Menschen erreichen, neue Ideen entwickeln und gesellschaftliche Debatten mitgestalten können. Angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen halte ich es für unverzichtbar, dass wir solche Räume für Information, Begegnung und sachliche Diskussion anbieten.
Ein weiteres Herzensprojekt entwickelt sich ebenfalls ausgesprochen erfreulich:
das Defence Transformation Forum in Hamburg.
Als Landesbereich I der Gesellschaft für Sicherheitspolitik begleiten wir dieses ambitionierte Vorhaben inhaltlich und kuratorisch. Im Oktober konnten weitere hochkarätige Referenten gewonnen und wichtige Weichen für die Veranstaltung gestellt werden. Das Forum gewinnt zunehmend an Format und entwickelt sich zu einem spannenden Treffpunkt für Menschen aus Bundeswehr, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Aus meiner Sicht wird es, was Defence angeht, Norddeutschlands place to be in 2027.
Besonders freue ich mich darüber, dass inzwischen auch der Kartenverkauf angelaufen ist. Aktuell läuft die Early-Bird-Phase. Wer sich für Defence, Innovation, Sicherheitspolitik und die Zukunft unserer Verteidigungsfähigkeit interessiert, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Weitere Informationen und Tickets zum Defence Transformation Forum:
https://defence-transformation-forum.com/
Für mich zeigt sich besonders an diesem Projekt, was Engagement bewirken kann, wenn Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Netzwerken und Fähigkeiten gemeinsam an einer Idee arbeiten. Aus ersten Gesprächen entsteht ein Konzept, aus einem Konzept eine Veranstaltung und aus einer Veranstaltung hoffentlich ein dauerhafter Impuls für die sicherheitspolitische Diskussion in Norddeutschland.
Solche Entwicklungen machen Freude. Und sie sind eine wunderbare Bestätigung dafür, dass es sich lohnt, Zeit und Energie in gesellschaftliches Engagement zu investieren.
Privat
Nach einem September, in dem mir besonders bewusst geworden war, welchen Preis dienstliche Verpflichtungen gelegentlich für das Familienleben haben können, war der Oktober auch privat ein schöner Monat.

Besonders gefreut habe ich mich über die gemeinsame Zeit mit meiner Familie in und um Berlin. Rund um meinen Geburtstag konnten wir die Stadt erkunden, Neues entdecken und einfach miteinander unterwegs sein. Mit vier Kindern wird daraus ohnehin selten ein vollkommen ruhiger Ausflug. Aber gerade diese lebendige Mischung aus Neugier, unterschiedlichen Interessen und gemeinsamen Erlebnissen macht solche Tage so besonders. Und manchmal hält das Leben sogar mitten in der Familienzeit noch weitere erfreuliche Überraschung bereit. So erreichte mich ausgerechnet während unseres Besuchs auf der Berliner Siegessäule die Nachricht, dass das Ticketingsystem für das Defence Transformation Forum online gegangen war. Ein schöneres Geburtstagsgeschenk für dieses Projekt hätte ich mir kaum wünschen können.

Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle den unglaublich vielen Menschen, die an meinem Geburtstag an mich gedacht haben. Weit über 3.500 Geburtstagswünsche haben mich auf den unterschiedlichsten Wegen erreicht. Von langjährigen Freunden, Weggefährten und Kameraden, von beruflichen Kontakten, Menschen aus meinen Ehrenämtern und nicht zuletzt von zahlreichen Followern, die mich über die sozialen Netzwerke begleiten. Gerade die vielen überraschend persönlichen und außergewöhnlich herzlich geschriebenen Nachrichten meiner Follower haben mich besonders berührt. Offen gestanden hatte ich mit einer solchen Resonanz überhaupt nicht gerechnet. Manche dieser Menschen kenne ich persönlich gar nicht, und dennoch haben sie sich die Zeit genommen, mir mit bemerkenswerter Wärme und Wertschätzung zu gratulieren. Besonders bewegt haben mich dabei diejenigen, die sich ausdrücklich für meine Beiträge, Informationen und Denkanstöße bedankt haben. Viele haben mir geschrieben, wie sehr sie meine Artikel schätzen, dass sie daraus neue Perspektiven gewinnen und mich ermutigt, auch weiterhin zu schreiben, Themen aufzugreifen und meine Gedanken öffentlich zu teilen. Einige dieser Nachrichten waren so persönlich, aufrichtig und berührend, dass ich sie mehrfach gelesen habe. Zu erfahren, dass die eigenen Worte nicht nur gelesen werden, sondern Menschen tatsächlich erreichen, zum Nachdenken anregen und manchmal sogar persönlich etwas bewegen, ist ein unglaublich schönes Gefühl.
Es ist zugleich eine wunderbare Motivation, auch künftig Zeit, Gedanken und Herzblut in meine Beiträge zu investieren. Bis heute habe ich es leider noch nicht geschafft, jedem Einzelnen persönlich zu antworten, obwohl mir genau das sehr wichtig ist. Ich werde versuchen, es aber noch komplett zu schaffen. Deshalb möchte ich aber an dieser Stelle von Herzen schonmal Danke sagen. Für all die lieben Worte, die persönlichen Nachrichten, die guten Wünsche, das Vertrauen und die vielen kleinen Zeichen der Verbundenheit. Dieser Geburtstag hat mir einmal mehr gezeigt, dass auch aus digitalen Begegnungen echte menschliche Nähe entstehen kann. Denn am Ende sind es nicht die Zahlen, Titel oder Erfolge, die ein Leben reich machen, sondern die Menschen, die uns begleiten, ermutigen und mit denen wir ein Stück unseres Weges teilen dürfen. Danke, dass Ihr meinen Geburtstag und damit auch meinen Oktober auf so außergewöhnliche Weise bereichert habt. Und an alle, die mich ermutigt haben, weiterzuschreiben: Das werde ich. Nicht wegen der Reichweite, sondern weil Ihr mir gezeigt habt, dass es sich lohnt.
Gleichzeitig habe ich mein sportliches Jahresziel weiterverfolgt. Auch hier gilt für mich unverändert, dass nicht die einzelne herausragende Leistung entscheidend ist, sondern die Bereitschaft, kontinuierlich dranzubleiben. Gerade in Monaten mit vielen Verpflichtungen zeigt sich, ob ein persönliches Ziel tatsächlich Teil des eigenen Alltags geworden ist.
Im Oktober habe ich 608,70 Kilometer durch eigene Muskelkraft zurückgelegt. Damit stehen nach zehn Monaten insgesamt 5.632,21 Kilometer auf meinem persönlichen Jahreskonto. Gegenüber meinem geplanten Soll von 5.413,70 Kilometern liege ich damit 218,51 Kilometer vor meinem Ziel. Die Zahlen sind für mich dabei mehr als eine sportliche Statistik. Sie erinnern mich daran, dass größere Ziele selten durch einzelne außergewöhnliche Leistungen erreicht werden. Meist sind es viele kleine Entscheidungen, die sich über Wochen und Monate zu einem Ergebnis verbinden.
Das gilt für den Sport genauso wie für den Beruf, den Dienst und das Ehrenamt.
Schlussgedanke
Zehn Kapitel dieses Jahres liegen inzwischen hinter mir. Der Oktober war erfolgreich, auch wenn sich manche seiner wichtigsten Ergebnisse erst in den kommenden Wochen und Monaten vollständig zeigen werden.
Dienstlich konnten wir wichtige Vorhaben konkretisieren und die Voraussetzungen für weitere Fortschritte schaffen. Beruflich haben sich interessante Perspektiven eröffnet. Ehrenamtlich wächst unsere Gemeinschaft und mit dem Defence Transformation Forum nimmt ein ambitioniertes Projekt immer deutlichere Gestalt an. Und privat durfte ich wertvolle Zeit mit den Menschen verbringen, die meinem Leben seinen eigentlichen Sinn geben.
Was bleibt, ist eine einfache Erkenntnis:
Nicht jeder Erfolg beginnt mit einem sichtbaren Ergebnis. Manche Erfolge beginnen mit einem Gespräch, einer Entscheidung oder dem Mut, eine Idee konsequent weiterzuverfolgen.
Entscheidend ist, dass man nicht beim Reden stehen bleibt.
Zwei Kapitel dieses Jahres liegen noch vor mir. Und ich freue mich darauf, zu erleben, was aus den vielen Dingen wird, die wir im Oktober auf den Weg gebracht haben.
Nils Wolk · Wo Entscheiden Folgen hat.
Foto ist KI generiert


Schreibe einen Kommentar